Ein Kurator aus Fürth
Hans-Peter Miksch betreut die Trienale Schweinfurt - 02.12. 13:02 Uhr
FÜRTH - Während in Fürth bereits daran gedacht wurde, die städtische Galerie zur Einsparung zu schließen, erfuhr Galerieleiter Hans-Peter Miksch auswärts hohe Anerkennung. Die Stadt Schweinfurt hat den 57-Jährigen zum Kurator ihrer zweiten Trienale für Zeitgenössische Kunst 2012 ernannt.
Über die Berufung zum Kurator freut sich der Leiter der kunst galerie Fürth,
Hans-Peter Miksch - hier in der aktuellen Ausstellung. Foto: Thomas Scherer ![]()
Vom 5. Juli bis 23. September wird Miksch interessante Repräsentanten der fränkischen Kunstszene in der Schweinfurter Kunsthalle präsentieren. Der erfahrene Kunstkenner kann
dabei aus dem Vollen schöpfen. Denn der Etat der Trienale (50.000 Euro) übersteigt das Jahresbudget der Fürther kunst galerie (einschließlich Spenden knapp 40.000 Euro) bei weitem. Die Schweinfurter lassen dem Fürther freie Hand bei der Auswahl der Künstler.
Bei der Premiere der Trienale 2009 hatte noch eine Jury anhand eingesandter Dias entschieden. Von dem Kurator-Modell erhofft man sich eine stärkere Profilierung. Miksch kann flexibler agieren als eine Jury und plant auch Galeriebesuche. Das Thema hat er selbst vorgegeben. Unter dem Titel „anders:wo“ will er die Abgehobenheit der Kunst vom Alltag aufzeigen, aber auch Positionen fränkischer Künstler bestimmen.
Mit Boberg und Drobny
Bereits eingeladen hat er neben dem Kunstort-Konstrukteur Oliver Boberg etwa die Neustädter Künstlerin Mareike Drobny, die zwei Jahre in Hiroshima gearbeitet hatte. Mit „anders:wo“ will Miksch das Abseits der Kunst in Franken ausloten. Dabei versteht er den Titel nicht nur räumlich, sondern auch psychisch.